Pedelec selbst bauen - erste Schritte

„Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt“ (Laotse)

Zunächst müssen Sie entscheiden, welches „Spannungsystem“ Sie in Ihrem Pedelec haben möchten. Die gängigsten „Systeme“ gibt es in 36V (10S) oder 48V (13S). Allgemein gilt, je höher die Spannung ist, desto effizienter und leistungsstärker sind die Motoren.

Wenn Sie soweit sind, müssen Sie die technischen Daten bzw. die Leistung des Motors, sowie Ihres Controllers kennen. Bitte achten Sie darauf, dass einige Hersteller wie Tongsheng oder Bafang integrierte Motor-Systeme haben, bei denen der Controller bereits im Motor integriert ist. Die gängigsten Motoren haben 250 Watt Leistung, aber mittlerweile sind auch Motoren von bis zu 1500 Watt erhältlich.

Dabei ist zu beachten, dass der Elektro-Motor in der Regel eine Nennleistung und eine Spitzenleistung hat. Ein 250 Watt-Motor kann durchaus bis zu 500 Watt Leistung für kurze Zeit (Starten, Beschleunigung etc.) abverlangen.

Achten Sie ebenfalls darauf, dass vor allem Anbieter aus China eher mit der Spitzenleistung des Motors und nicht mit der Nennleistung werben! Ferner achten Sie auch darauf, dass der Preis eines Motors viel über die Qualität (Effizient, Geräusche, Drehmomente etc.) aussagt. Wir vermeiden bewusst, an dieser Stelle eine allgemeine Aussage diesbezüglich zu treffen.

 Zu dieser Zeit müssen Sie auch entscheiden, ob der Motor im Vorderrad, Hinterrad oder zentral (Mittel-Motor) platziert werden soll. Da wir keine Motor-Spezialisten sind, vermeiden wir auch hier eine Empfehlung. Am gängigsten sind dennoch die Mittelmotoren.

Nun sind wir ein Schritt weiter und im nächsten Schritt müssen Sie entscheiden, wo der Akku an Ihrem Pedelec montiert werden soll.

Früher hat man häufig den Akku hinter dem Sitz als Sattelstütze oder am Sattelrohr montiert. Mittlerweile werden die Akkus am häufigsten auf dem Gepäckträger oder am Rahmen angebracht. Selbstbastler verwenden häufig sog. Softpack-Akkus, die durch die kreativsten, aber auch zum Teil skurrilsten Ideen am Fahrrad montiert werden.

Nun kommen wir zum Akku, der neben dem Motor die teuerste Komponente in Ihrem Pedelec ist. Auf dem Markt befinden sich zahlreiche unterschiedliche Akkuzellen mit unterschiedlichen Eigenschaften, wie Kapazität, Innenwiderstand, Dauerlast, Spannungslage und so weiter.  Da die Akkuzellen sich auch nach Preisen unterscheiden, hängt die Auswahl nach dem geeignetsten Akku auch vom Gesamtpreis des Akkus ab. Neben den großen Herstellern der Welt wie Panasonic (Sanyo), Samsung SDI, LG Chem und Murata (Sony), gibt es viele andere Zellenhersteller, die vorwiegend aus China kommen. Wir warnen ausdrücklich vor Akkus, die nicht mit Markenzellen gefertigt werden!

Im nächsten Beitrag werden wir einige alltägliche Akkuzellen vorstellen und ihre Tauglichkeit für die verschiedenen Arten von Pedelec-Fahrer vergleichen.

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